Vaulting ambition, which o’erleaps itself

2010 Februar 7
von learsander

(Macbeth I, 7 V. 27)

In einem kleinen Kino unserer Stadt läuft ein Dokumentarfilm um 05:00 Uhr morgens. Ich frage mich, wer in diese Vorstellung geht. Bestimmt Leute, die eine interessante Nacht hinter sich haben. Irgendjemand muss ja hingehen, sonst würde der Film ja nicht laufen.

Hat irgendjemand von Euch schon das vielgelobte oder zumindest stark diskutierte “Axolotl Roadkill” von Helene Hegemann gelesen? Hegemann wurde ja als “Wunderkind der Bohème” bezeichnet. Das wollte ich eigentlich immer werden. Ein bisschen beleidigt war ich ja schon. Auf den ganzen Zeitungsartikeln sollte eigentlich mein Name stehen. Abgesehen davon, dass ich nie auch nur ansatzweise einen Roman vollendet habe und nicht im entferntesten so etwas wie ein Wunderkind bin. Um mein Selbstvertrauen aufzupäppeln, habe ich mir daraufhin selbst einen Wikipediaeintrag geschrieben. Wurde gelöscht wegen Irrelevanz.

Der Grund für diese Identitätskrise ist nicht Hegemann. Man muss sie wirklich bewundern, gleichzeitig schreckt sie mich auch ab. Sie wirkt auf mich wie diese Leute, die um jeden Preis rebellieren, weil sich alle anderen angepasst haben. Und mit denen kann man meiner Erfahrung nach nicht reden. Weil ihnen alles zu angepasst und konventionell ist. Ständig müssen neue Tabubrüche geliefert werden, das nennt man dann Freiheit von gesellschaftlichen Zwängen.

Anderssein ist in Mode. Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen. (Apropos: Psychosoziale Krise während der Adoleszenz nach Erik Erikson: Ich-Identität vs. Rollenverwirrung. Wusste doch, dass mit der Psychologiekurs was bringt.)

Was ist eigentlich euer Lieblingsinstrument?

We are such stuff As dreams are made on

2010 Februar 1
von learsander

(The Tempest IV, 1, 156f.)

Das Wochenende war großartig. Ich mag unsere Altstadt. (Ich traue mich ja fast nicht es zu sagen, aber irgendwann zeige ich mal Fotos davon. Genau wie die Sommerurlaubfotos.) Ich habe ein paar Freunde wiedergetroffen, die ich leider nur viel zu selten sehe. Ich habe zu viel gegessen (im Sinne von zu-viel-gegessen-ÜBELKEIT und nicht dieser zu-viele-kalorien-schmarrn) und ganz viel gelacht. Und ich schlafe zu wenig. Ganz prinzipiell.

Deswegen höre ich jetzt auch lieber auf zu bloggen und geh ins Bett. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich euch so vernachlässige, aber ich habe bald Ferien und alle Klausuren sind vorbei, also sollte sich das bald wieder bessern. Ich blogge (und kommentiere) wieder öfters!

Und zum Abschied noch ein wunderbarer (wenn auch untypischer) Gute-Laune-Song von Regina Spektor.

The Ghost of the Cooperate Future

well maybe you should just drink a lot less coffee
and never ever watch the ten o’clock news
maybe you should kiss someone nice
or lick a rock, or both

maybe you should cut your own hair
cause that can be so funny
it doesn’t cost any money
and it always grows back,
hair grows even after you’re dead and

people are just people
they shouldn’t make you nervous
the world is everlasting, it’s coming and it’s going
if you don’t toss your plastic
the street won’t be so plastic
and if you kiss somebody then both of you’ll get practice
the world is everlasting
put dirtballs in your pocket
put dirtballs in your pocket and take off both your shoes
cause people are just people
people are just people
people are just people like you

Answer July – Where is the Bee?

2010 Januar 23
von learsander

Answer July -
Where is the Bee -
Where is the Blush -
Where is the Hay?
- Emily Dickinson, ohne Titel, ca. 1862

(Wieder ein Gast – aber was für einer! Für so eine Frau kann Shakespeare ruhig mal respektvoll Platz machen.)

Das ist ein wunderbares Wochenende!

Ich habe den besten Dessertteller aller Zeiten gegessen, Fotos geschossen, Musik gemacht, mit Freunden gelacht, mein Notizbuch vollgekritzelt, zu viel Geld ausgegeben, einiges über Laptop-Akkus gelernt, fastfremde Menschen umarmt, mich fremdgeschämt, mich selbst geschämt, habe verschlafen, bin aber immerhin aufgewacht.

Ich lache manchmal lauthals drauflos – meistens wenn ich alleine in der Bahn sitze. Ich warte auf dem Tag, an dem endlich mal jemand mitlacht. Na, das schaffen wir schon noch.

Habt ein wunderbares Wochenende!

it smells to heaven

2010 Januar 17
von learsander

(Hamlet III, 3, 36)

Vielen lieben Dank für eure Buchvorschläge! Die meisten kannte ich noch nicht oder habe ich zumindest noch nicht gelesen. Ich werde mich bald durch die Liste durcharbeiten und euch dann sagen wie’s war.

Im letzten Kommentar habe ich angedeutet, dass mir das Bloggen schwer fällt, weil ich eine bestimmte Institution ja nicht mehr erwähnen darf. Das ist eigentlich gelogen. (Ja, ich bin ein Lügner.) Es hat nichts mit der Sch… zu tun. Es liegt einfach daran, dass alles was ich euch sagen möchte, einfach bescheuert klingt.

Ich finde unsere Welt zu rau und grob. Da ist alle Romantik dahin. Wenn ich jetzt irgendetwas lächerliches schreibe, hängt der Blogeintrag im Netz. Er kann sich nicht wehren. Es können Leute vorbeikommen und ihn auslachen und er kann sich nicht einmal verteidigen. Ja, ich weiß, Ihr lacht mich schon nicht aus. (Zumindest nicht meine kommentierenden Leser, Ihr seid super!) Aber trotzdem. (Mein Lieblingsargument in Zeiten der Not. Aber trotzdem.)

Jeder ist immer so witzig. So schlagfertig. So wunderbar tralala, kreativ, artsy, supidupi cutsy. Aber so ist doch niemand. Jeder will jedem ständig weismachen, er sei unverletzlich. Alle tun so unangreifbar. Alle spielen ständig Superman.
Und im Moment bin ich das alles nicht. Ich bin das genaue Gegenteil. Und so schlecht ist das gar nicht. Ich bin dann immerhin ich selbst. Aber morgen früh werde ich bereits wieder so tun als wäre ich unangreifbar und schlagfertig, jede Wette. Ich bin es nun einfach schon gewohnt. Dabei ist das doch absurd. Ich bitte Euch: Ich im Superman-Kostüm?

Als Sensibelchen hat man bei so einem Spiel ganz schlechte Karten. Vielleicht suche ich mir einfach ein anderes Spiel. Eins mit gepolsterten Spielfiguren und NUR positiven Ereigniskarten. Das richtige für Sensibelchen wie mich.

And all men kill the thing they love

2010 Januar 6
von learsander

And all men kill the thing they love,
By all let this be heard,
Some do it with a bitter look,
Some with a flattering word,
The coward does it with a kiss,
The brave man with a sword!
(The Ballade of Reading Goal)

Nein. Unmöglich! Ist es etwa – nicht Shakespeare? Richtig, es ist Oscar Wilde. Den mag ich nämlich auch. Hieße dieses Blog nicht “To be or not to be”, hieße es “The Oscar Wildest Things” oder so. Ich habe eine Schwäche für extrovertierte Dandys geniale Schriftsteller.

Im Moment durchlaufe ich diese Phase, in der ich meine alten Blogeinträge durchlese und sie peinlich finde. “Verdammt, DAS habe ich geschrieben?” Vielleicht ist das ja so eine Sache, die einfach jeder Blogger mal durchmacht. (Ist es so?)

Wie auch immer, manchmal bin ich einfach zu formell. Das ist meine typische Schwäche für das viktorianische “Gentlemantum” (womit wir wieder bei den extrovertierten Dandys wären). Mich faszinieren diese Zeiten, in der man noch sagen konnte “Die Ehre gebietet es” oder in denen man seinen Freunden nicht einfach nur Briefe, sondern wahre, literarische Kunstwerke schreiben durfte.
Auf der anderen Seite fluche ich zu oft – zumindest in Gedanken während des Schreibens (korrekter Genitiv! Ich bin so unauthentisch). Ich weiß gar nicht, ob ich die ganzen “Verdammt”s, “Scheiße”s, “verf-”s überhaupt mittippe. Ich merke sowas nicht mehr. Und dabei will ich doch so hochanständig sein. Ehrlich. Ich beeile mich ja mit dem Erwachsenwerden. Nur … Peter Pan strikes again. (Versteht ihr was ich meine? John M. Barrie würde sich im Grab umdrehen.)

An all diejenigen, die aus Fremdscham noch nicht weggeklickt haben, habe ich noch eine kleine große Bitte: Da die meisten von euch einen ganz exquisiten (Filme-, Bücher-, Musik-, etc.-)Geschmack haben, würde ich mich sehr freuen, wenn mir jemand ein gutes Buch empfehlen könnte. In letzter Zeit lese ich einfach zu wenig und ich denke es liegt daran, dass ich seit so vielen Monaten kein richtig tolles, fesselndes, schönes, NEUES Buch mehr gefunden habe. Ich habe zwar genügend Auswahl in den Bücherregalen, aber selbst die besten Bücher kann ich nicht zehnmal hintereinander lesen. Das ist als würde man dieselbe Erde nicht nur zwei-, sondern gleich vier- oder fünfmal hintereinander essen. (Und die spannende Frage, warum ich überhaupt Erde esse, klären wir nächstes Mal.)
Ihr kennt mich hoffentlich gut genug um zu wissen, dass ich eigentlich alles lese. Romane, Theaterstücke, dadaistische Gedichte non stop – nur irgendetwas Beeindruckenes, bitte! Ich will mal wieder den Buchdeckel andächtig zuklappen und laut “wow” sagen können. Und bitte kein Shakespeare-Stück. Diesmal nicht.

Ich lasse mir auch irgendein Dankeschön einfallen. Ganz der Gentleman, der ich nun einmal bin.

Ah, und noch was: Hiermit gelobe ich feierlich, die Schule mindestens einen Monat lang nicht mehr in meinem Blog zu erwähnen. Es wird also ein einsamer Monat auf diesem Blog… – nein, nur ein Scherz. Ich hab ein Privatleben. Ich tue Dinge in meiner Freizeit. Wartet nur ab.

masters of their fates

2009 Dezember 30
von learsander

Men at some time are masters of their fates;
The fault, dear Brutus, is not in our stars,
But in ourselves, that we are underlings.
(Julius Caesar I, 2)

Ich nehme mir für 2010 einfach vor in irgendeiner Art und Weise in welcher Sache auch immer besser zu werden. Solange man nicht vollkommen stehen bleibt, schafft man das ja in der Regel irgendwie.

Ich wünsche euch allen ein wunderbares, neues Jahr und alles was ihr sonst noch wollt.

Frohes Ende bzw. Frohes Neues!

At Christmas I no more desire a rose

2009 Dezember 24
von learsander

(Loves’s Labour’s Lost  I, 1)

Ich wünsche euch allen ein tolles Weihnachtsfest! Wo immer ihr auch gerade seid, wie auch immer ihr feiert, aus welchen Gründen auch immer und mit wem auch immer, habt einfach eine wunderbare Zeit (mit oder ohne Weihnachten).

Lasst es (besinnlich) krachen!

At Christmas I no more desire a rose
Than wish a snow in May’s new-fangled shows;
But like of each thing that in season grows

Blow, blow, thou winter wind

2009 Dezember 22
von learsander

(As you like it  II, 2, 174)

Endlich Weihnachtsstimmung. Morgen ist der letzte Schultag und ich habe mir selbst gerade noch rechtzeitig eine 15 Punkte-Klausur geschenkt! (Heute bin ich mal stolz auf mich.)

Ich lese gerade in der ganzen Blogosphäre schon Jahresrückblicke. Die lese ich zwar meistens sehr gerne, aber dass plötzlich so viele überall auftauchen, mutet irgendwie leicht makaber an. Als hätten sich alle zum Freitod verabredet und jeder veröffentlicht noch einmal seinen Abschiedsbrief. Wir haben noch eine Woche bis 2009 vorbei ist! Was in so einer Woche alles passieren kann.

Was würde in meinem Jahresrückblick stehen? Eigentlich nicht viel. Um ein oder zwei Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse bin ich reicher (hoffe ich zumindest). Ach, was soll’s. Ich blicke nicht auf mein Jahr zurück. Die Sachen, die wichtig sind, merke ich mir auch so. Und der Rest darf sich ins Unterbewusstsein schleichen. Meine Kapazitäten sind noch offen. Ich werde vermutlich etwa hundert Jahre alt. Welche Rolle spielt da ein einzelnes Jahr?

Habt noch eine wunderbare Vorweihnachtszeit, egal ob ihr das Fest mögt oder nicht. Auch wenn nicht, kann man einfach so ohne bestimmten Grund fröhlich sein. Wäre ja unsinnig sich für das Gegenteil zu entscheiden.

EDIT: Das ist mein hundertster Post! Happy 100.-Post-Day!

The man that hath no music in himself

2009 Dezember 20
von learsander

(The Merchant of Venice V, I, 83)

Ich wäre jetzt gern poetisch, weil es so gut zu meiner melancholischen Stimmung passen würde. Aber die Poesie macht gerade Pause. Die Musik zum Glück nicht. Vielleicht sollte ich die Musik für mich sprechen lassen. Überhaupt sollte ich hin und wieder mehr Dinge/Leute für mich sprechen lassen und aufhören ständig selbst zu reden. Manchmal kann ich mich selbst nicht leiden.

Manchmal wünsche ich mir nichts anderes als dass meine Außenwelt endlich perfekt wäre – und manchmal merke ich, dass sie es vielleicht einfach ohne mich ist. Ich bin heute ein bisschen sensibel.
Mich stört es ziemlich, dass ich ständig aufpassen muss, was ich sage und denke. Und dass ich bestimmte Dinge für mich behalten muss. Aber es geht nicht anders. Ich habe Selbstvertrauen, aber es ist anstrengend sich jeden Tag von neuem gegen andere Leute behaupten zu müssen. Und bestimmte Umstände könnten das ganze schwieriger machen. (Ziemlich nebulös, ich weiß.)

Wie auch immer. Jetzt aber Schluss mit der Jammerei.
Am Donnerstag war ich auf einem wunderbaren Konzert. Es hat mir Lust gemacht, wieder selbst einem Ensemble oder einer Band beizutreten. Und ich würde gerne eine neue Sprache lernen. Und irgendeinen Fotokurs machen. Und am wichtigsten: Ich will mich wieder sozial engagieren. Ich habe gar nicht bemerkt, wie sehr ich das vermisst habe. Ich will wieder neue, interessant Menschen mit einer Geschichte kennenlernen und mit ihnen arbeiten. Ich halte mal die Augen offen, vielleicht finde ich ein schönes Projekt, das mich interessiert. Entweder Menschen direkt helfen oder doch lieber Wahlfänger kapern? Das sind doch schöne Vorsätze fürs neue Jahr.

Ich habe Lust auf Veränderungen. Alles was man dazu braucht ist ein bisschen Mut.

Something wicked …

2009 Dezember 15
von learsander

Something wicked this way comes. (Macbeth IV, 1)

Ich sollte ja eigentlich früher ins Bett gehen, aber das ist vermutlich sinnlos, weil ich am nächsten Morgen doch eh wieder müde bin. Also blogge ich lieber noch eine gemütliche Runde.

Tage wie diese sind merkwürdig.
Ich habe mit meiner Englischlehrerin gefrühstückt. (Na gut, der ganze Kurs war dabei, aber ich finde es klingt romantischer, wenn man nur sie und mich erwähnt.) Jammerschade dass sie glücklich verheiratet ist.
Der Rest des Schultages im Zeitraffer: Film schauen, Freistunden, Bälle durch die Sporthalle werfen (weil wir das ganze autodidaktisch und wunderbar pädagogisch ohne Lehrer machen sollten – “ihr müsst ja trainieren”, sagte er …). Dann noch ein bisschen über Amokläufe, Attestpflicht, Klimazonen und englisches Drama sprechen. Und dann auf zum Weihnachtsmarkt. Mit Lehrer versteht sich. Das ist nicht das erste Mal, dass ich mich am Ende des Tages mit Lehrern und sonstigen Leuten, die ich eigentlich nicht kenne, mit einem Becher Glühwein in der Hand auf der Straße wiederfinde und nicht so ganz weiß wie ich da hingekommen bin. Aber man macht ja einiges für die 15 Punkte im Mündlichen.
Am Besten war der Augenblick als der Freund von – nennen wir sie Anna – Anna vorbeikam. Von Anna habe ich mich ein paar Stunden zuvor schon richtig schockieren lassen, indem sie mir von den grausamen Methoden des Ohrloch-Erweiterns erzählt hat. (Bis dahin wusste ich nicht mal, dass so etwas möglich ist. Da wird so ein Folterinstrument in das Ohrloch gesteckt und immer weiter durchgeschoben bis es ganz breit ist?) Das hat mich schockiert. Sowas ist doch bestimmt gefährlich. Ist das erlaubt? Klingt auch fast etwas pervers finde ich. Das ist sowas wie Fisting für das Ohr, scheint mir. Egal.
Der Freund von Anna kommt also – ich kenne ihn nicht -, er schiebt seine Kapuze zurück und – verdammt noch mal – er hat zwei RIESEN Löcher in den Ohren! Dagegen ist dieses Folterinstrument von Anna ja ein Nichts!

Anna: Und das ist der Learsander. Ein cooler Nerd.
Ich: ehm, ja (verdammt noch mal, der hat Löcher im Ohr!)
Annas Freund: Hi. Stimmt, coole Schuhe …
Ich: ehm (das sind doch bestimmt zwei oder drei Zentimeter Durchmesser)
Annas Freund: und coole Hose …
Ich: (in beiden Ohren!)
Annas Freund: und coole Jacke.
Ich: So viele Komplimente hab ich seit sechs Jahren nicht mehr bekommen. (LÖCHER IN DEN OHREN!)

(Das Gespräch hat wirklich genau so stattgefunden. Ich würde es selbst auch nicht glauben, wenn ich nicht dabei gewesen wäre. Noch nie hat jemand meine Schuhe, Hose oder Jacke gelobt. Wenn ich genauer darüber nachdenke, hat noch nie ein fremder Mann meine Klamotten in irgendeiner Weise für beurteilenswert erachtet.)

Ich bin vermutlich zu konventionell. Vor allem was groteske Verformungen angeht. Ich finde es irgendwie nicht so prickelnd den Körper in solchem Ausmaße zu verformen. Bei aller Faszination und Respekt vor afrikanischen Stämmen und deren Riten, auch bei denen fand ich das schon immer … irgendwie ungesund.

Als ich dann nach Hause kam, waren dort lauter Menschen, von denen ich mir sicher bin, dass sie dort nicht wohnen, und es kamen immer mehr Menschen und dann waren sie plötzlich wieder alle weg. Und jetzt bin ich alleine. So kommunikativ habe ich schon lange nicht mehr gelebt. Jetzt reicht es wieder für die nächsten zwei Monate.

Ich schreibe lieber nicht weiter, ich verzettel mich nur noch. Der Eintrag ist sowieso zu nichts nütze. Ich versuche euch weiszumachen, dass jemand mein Outfit gelobt hätte. Es kommen Folterwerkzeuge und Fisting vor. (Ich erwähne diesen schaurigen Vergleich übrigens nur, weil ich ihn einfach für erschreckend passend halte. Die Assoziation dabei ist widerlich. Das Wort ist widerlich.) Ich erwähne Alkohol. Und ich tue so, als würde ich nur auf den Weihnachtsmarkt gehen, um 15 Punkte zu bekommen. Ja, ich gebe es zu: Hier schreibt der böse Zwilling! ;-)